IM SOMMER KÜHL.
IM WINTER WARM.

“KLIMAANLAGE”
BETON

Unterkellerung zahlt sich aus.

Beim Hausbau aus Kostengründen auf den Keller zu verzichten, ist oft zu kurz gedacht. Nicht nur bietet er zusätzliche Fläche, ein Keller senkt auch den Heizwärmebedarf eines Hauses im Winter deutlich, genauer gesagt um bis zu 10 Prozent im Vergleich zu nicht unterkellerten Häusern. Im Sommer wiederum hilft er rund 12 Prozent der aufgestauten Wärme in den Räumen wieder an das umliegende Erdreich abzugeben. Nicht schlecht, oder? Zu jeder Jahreszeit unterstützt ein aus Beton gefertigter Keller also das Wohnklima und die Energieeffizienz zu halten.

DIE ZAUBERFORMEL ZUM HEIZEN UND KÜHLEN

BAUTEIL-AKTIVIERUNG

Auch die Bauteilaktivierung kommt als “Zauberformel” für energieeffizientes Heizen und Kühlen von Gebäuden ins Spiel, etwa bei Gewerbebauten oder im mehrgeschossigen Wohnbau.

“Die Bedeutung der Bauteilaktivierung wurde erst kürzlich im Rahmen des Forschungsprogramms “Stadt der Zukunft” bestätigt, das vom Klimaschutzministerium gefördert wird. Thermisch aktivierte Bauteile spielen eine Schlüsselrolle beim Einsatz erneuerbarer Energien.” 

Thomas Mühl, Techniker und Bauexperte
Außerordentliches Vorstandsmitglied BMÖ

thomas muehl

Speicherheld Beton

Bei der “Thermischen Bauteilaktivierung” (TBA) werden Rohrsysteme in großflächige Bauteile aus Beton eingelegt, durch die warmes oder kaltes Wasser geleitet wird. Das Wasser gibt die Wärme oder Kälte an den Beton ab, der mit seiner hohen Materialdichte die Energie speichert und den Raum gleichmäßig beheizt oder kühlt. Großflächige Betonbauteile ersetzen damit den klassischen Heizkörper bzw. die Klimaanlage. Die TBA ist prädestiniert für die Koppelung mit alternativen Energiequellen und somit eine nachhaltige Methode für die Zukunft. Der minimale Energieaufwand kann z. B. durch Umgebungswärme aus Geothermie oder Grundwasser, Solarenergie, Photovoltaik, Wind oder mit biogenen Brennstoffen beziehungsweise Fernwärme abgedeckt werden.

STÄDTISCHEN HITZEINSELN DEN KAMPF ANSAGEN

Da versiegelte Flächen kein CO2 speichern, fehlt die natürliche Kühlung, was in Zeiten des Klimawandels vor allem Städte zunehmend beschäftigt. Bei dieser Thematik wird Beton generell als Verursacher dargestellt. In der Realität spielt Beton hingegen in vielen Fällen die Rolle des Problemlösers, der mithilft, Städte nachhaltiger zu machen. In die Höhe und die Tiefe Bauen ist auf den ersten Blick zwar teurer, aber langfristig energieeffizienter. Es schont nicht nur wertvolle Flächen, sondern sorgt darüber hinaus für zusätzliches Grün in der Stadt, etwa in Form von Dachgärten oder Fassadenbegrünungen. Um Strahlungseffekte zu verringern und damit die Temperatur von Oberflächen besser regulieren zu können, arbeit die Betonbranche gemeinsam mit Partnern wie der TU Wien intensiv an Forschungsprojekten.